Das Polizeipräsidium Mittelhessen hat die Kriminalstatistik 2015 für den Lahn-Dill-Kreis veröffentlicht.
Der Polizeidirektor Rolf Krämer versucht, wenig verwunderlich,  in seinem Kommentar das Positive aus den Zahlen hervorzuheben.
„Trotz eines leichten Anstieges der Straftaten, haben die Polizistinnen und Polizisten im Lahn-Dill-Kreis eine Aufklärungsquote von fast 63% erreicht“, resümiert er.
Der leichte Anstieg hat aber zu der höchsten Anzahl von Straftaten seit 2010 geführt.
straftaten im lahn-dill-kreis

Mit 3913 Straftaten pro 100.000 Einwohner gehört der Lahn-Dill-Kreis trotz der gestiegenen Zahl der Straftaten zu den sichersten Regionen in Hessen, so Krämer.

Besonders stark sind die Betrugsdelikte angestiegen, waren es 2014 noch 1.483 Straftaten, kamen in 2015 insgesamt 1.797 zur Anzeige, ein Anstieg von über 20 Prozent.
Dagegen gingen die Einbruchdiebstähle geringfügig von 254 auf 251 zurück. Hier hätte ich gefühlt eine deutlich höhere Zahl erwartet.
Kräftig zugelegt haben auch die Ladendiebstähle, von 572 Fälle in 2014 registrierte die Polizei in 2015 829 Diebstähle, ein Plus von 45 Prozent.
Die Aufklärungsquote lag bei den Diebstählen 92,9 Prozent, es kamen also fast nur die Diebstähle zur Anzeige bei denen man den Dieb praktisch schon hatte.
Die tatsächliche Anzahl wird wohl ein vielfaches höher sein.

Bei den Kapitalverbrechen also zum Beispiel Straftaten gegen das Leben, sind sowohl die Taten als auch die Aufklärungsquote deutlich gesunken.
Gab es 2014 noch 33 Fälle waren es in 2015 nur noch 18, allerdings wurden in 2015 auch nur 14 aufgeklärt, die Aufklärungsquote sank von 90 auf 77 Prozent.

Hoher Anteil nichtdeuscher Tatverdächtiger

In der Kriminalstatistik werden auch die ermittelten nichtdeutschen Tatverdächtigen ausgewiesen.
Hier geht die Entwicklung seit Jahren nach oben, von 20,7 Prozent im Jahr 2011 sind wir im Jahr 2015 bei 32,2 Prozent angekommen.
Fast jeder 3. Tatverdächtigter ist also eine Person ohne deutschen Pass.

Besonders heftig ist der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen in Wetzlar, hier gehört schon fast jeder Zweite zu dieser Gruppe.

anteil krimineller auslaender

Bei den ermittelten Tatverdächtigen mit dem Status Asylbewerber oder Flüchtling haben sich die Straftaten mehr als verdoppelt.
Bei den bekanntgewordenen Ladendiebstählen hat sich die Zahl verfünffacht.

straftaten von asybewerbern

Quelle der Zahlen und Statistiken: Polizeipräsidium Mittelhessen

Die kompletten Statistiken gibt es hier und hier

 

 

Auch in Wetzlar wurden Frauen in jüngerer Vergangenheit belästigt.
Während in den deutschen Großstädten Gruppen von Flüchtlingen hauptsächlich junge Frauen sexuell nötigten, scheint es in Wetzlar bisher ein Einzeltäter aus Syrien zu sein.
Wie die Polizei mitteilte erstatteten bereits am 26.12.2015 und am 02.01.2016 zwei Frauen Anzeige, die in der Frankfurter Straße und in der Silhöfer Straße belästigt wurden.
Am Montagmorgen hat er in der Hausertorstraße eine 63-Jährige unsittlich angefasst, darauf wurde bei der schnell eingeleiteten Fahndung ein Verdächtiger festgenommen.
Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen 43 Jahre alten Mann aus Syrien.
Wahrscheinlich ist es Zufall, dass nach den Vorfällen in der Silvesternacht, auch die Wetzlarer Polizei schnell reagierte und so den Verdächtigen festnehmen konnte.

Allerdings scheint der Festgenommene doch sehr speziell zu sein, da bisher nur Frauen Anzeigen erstatteten die bereits die 60 Jahre überschritten haben.
Im Gegensatz zu den bekannten Vorkommnissen handelt es sich wohl auch um einen Einzeltäter und nicht um eine Belästigung durch Gruppen von Flüchtlingen.
Allerdings ist es bei der Anzahl der in Wetzlar untergebrachten Flüchlinge unwahrscheinlich, dass es nur ein schwarzes Schaaf gibt.
Auch ist laut Polizei nicht auszuschließen, dass der Mann, der aus Syrien stammt, weitere solcher Taten begangen hat.
Die Kripo sucht daher Zeugen, eventuell melden sich ja auch noch weitere Opfer.

„Blogger verunglimpft getöteten Polizisten / Ermittlungsbehörden stellen Computer und Handy sicher“

Ist die Überschrift der Pressemeldung der Polizei von heute:

„Dumm wie Brot“ und ähnlich lautende Beschimpfungen veröffentlichte ein Blogger nach dem tragischen Tod eines Polizeibeamten an Heiligabend. Heute Morgen (08.01.2016) bekam ein Tatverdächtiger Besuch von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Unter dem Synonym „Zeiti“ äußerte sich ein Unbekannter über die Internetplattform „Indymedia“ zu dem Polizeieinsatz am Heiligabend am Herborner Bahnhof,
bei dem ein 46-jähriger Polizeibeamter getötet und sein 47-jähriger Kollege durch Messerstiche schwer verletzt wurden.

„Ja jetzt ist ein Beamter tot und der zweite schwebt in Lebensgefahr;
trotz schuss- und stichsicheren Westen! Wie dumm muss man eigentlich sein?“

War nur ein Satz mit dem der Schreiberling über die Polizisten herzog.

Umfangreiche und intensive Ermittlungen der Wetzlarer Kriminalpolizei führten zu einem tatverdächtigen Mann aus Rheinland-Pfalz.
Heute Morgen suchten Ermittler der Kriminalpolizei und ein Staatsanwalt den Verdächtigen zuhause auf. Bei der Dursuchung seiner Wohnung stellten die Ermittler eine Vielzahl von Datenträgern, unter anderem Computer und ein Handy, sicher.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Beleidigung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener vor.
Der Verdächtige selbst machte dazu keine Angaben.

Ich hoffe, dass sie den Richtigen erwischt haben.
Gleichzietig wird damit klar, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist und man für entsprechende, auch anonyme Äußerungen, zur Verantwortung gezogen wird.

Am 8. Dezember ereignete sich auf der Landstrasse zwischen Herborn-Burg und Herborn-Uckersdorf ein tödlicher Unfall.

Ein Opel Corsa und ein Seat Ibiza sind auf Landstrasse frontal zusammengestoßen, eine 18jährige ist an den Unfallfolgen gestorben, zwei weitere Frauen wurden schwer verletzt und befinden sich noch immer im Krankenhaus.
Hier geht es zum Polizeibericht des Unfalls.

Die Polizei fahndet weiterhin nach der flüchtigen Fahrerin, die für den Unfall verantwortlich sein soll.

Demnach sucht die Polizei nach einer Frau:

  • – zwischen 60 und 75 Jahre alt
  • – schulterlange blonde Haare
  • – Brille mit schwarzem Gestell, ähnlich einer Hornbrille.

Sie saß in einem hellbraunen oder hellbronzefarbenen Wagen, ähnlich einem Opel Meriva oder einer Mercedes A-Klasse.

Die Polizei fragt:

– Wer kennt Personen, die die Strecke zwischen Donsbach und
Herborn-Burg befahren und im Besitz eines der gesuchten
Fahrzeuge sind?

– Wer kennt eine Frau auf die die Beschreibung passt und die einen
Wagen der gesuchten Art benutzt?

– Wer kann sonst Angaben zu der bisher unbekannten Unfallfahrerin
machen?

Wer entsprechnde Hinweise machen kann wendet sich bitte an die Polizei in Herborn Telefonnummer (02772) 47050.